Eitelfriedrich Thom – ein Leben für Musik, Bildung und Michaelstein
Der Name Eitelfriedrich Thom ist eng mit der musikalischen und kulturellen Entwicklung Blankenburgs und insbesondere mit der Geschichte des Klosters Michaelstein verbunden.
Als Musiker, Pädagoge, Wissenschaftler und Kulturverantwortlicher prägte er über Jahrzehnte das musikalische Leben der Region. Mit der Gründung des Collegium musicum Blankenburg, der Initiierung der Blankenburger Musiktage und der Entwicklung der musikalischen Arbeit in Michaelstein setzte er wichtige Impulse für die Verbindung von Musik, Bildung, Forschung und kultureller Begegnung.
Der nach ihm benannte Eitelfriedrich-Thom-Preis erinnert an diese Arbeit und steht für die Förderung junger Menschen und besonderer musikalischer Leistungen.
Eitelfriedrich Thom
Geboren: 20. November 1933 in Stolp
Gestorben: 12. Dezember 1993 in Blankenburg (Harz)
Sein Weg
1952
Gründung des Collegium musicum Blankenburg, das 1965 den Namen Telemann-Kammerorchester erhielt.
1953–1957
Studium an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.
1956
Initiator der Blankenburger Musiktage.
1957
Staatsexamen.
1957–1970
Tätigkeit als Lehrer an der EOS „GutsMuths“ in Quedlinburg.
1958
Initiator der Kurse „Jugend musiziert“, aus denen später die Michaelsteiner Sommerkurs hervorgingen.
1968
Das Telemann-Kammerorchester beginnt mit Proben im Kloster Michaelstein.
30. Juni 1968
Erstes Konzert des Telemann-Kammerorchesters im Refektorium des Klosters Michaelstein.
1972
Ausrichtung der ersten Wissenschaftlichen Arbeitstagung in Michaelstein.
1973
Promotion zum Doktor an der Universität Halle.
1978
Unter seiner Leitung wird das Kloster Michaelstein zu einer Kultureinrichtung.
1978–1980
Neben seiner Tätigkeit in Michaelstein Leitung der Außenstelle Magdeburg der Hochschule für Musik „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig.
1981
Ernennung zum Direktor und Musikalischen Oberleiter der Kultur- und Forschungsstätte Michaelstein.
1. September 1989
Gründung des fest am Institut angestellten Barockensembles des Telemann-Kammerorchesters.
1991
Ernennung zum Künstlerischen Leiter der Telemann-Festtage in Clausthal-Zellerfeld.
1994
Postume Verleihung des Ehrenpreises der Stadt Blankenburg.
Sein Wirken in Michaelstein
Besonders eng ist Eitelfriedrich Thoms Wirken mit der Entwicklung des Klosters Michaelstein verbunden.
Bereits 1968 fanden die ersten Proben des Telemann-Kammerorchesters im Kloster statt. Am 30. Juni desselben Jahres wurde im Refektorium das erste Konzert gegeben.
Mit der ersten Wissenschaftlichen Arbeitstagung im Jahr 1972 entwickelte sich Michaelstein zunehmend zu einem Ort, an dem musikalische Praxis, wissenschaftliche Arbeit und kultureller Austausch zusammenkamen.
Unter Thoms Leitung wurde das Kloster schließlich zu einer eigenständigen Kultureinrichtung weiterentwickelt. Seine Arbeit legte damit wichtige Grundlagen für die weitere Entwicklung Michaelsteins als Musik- und Kulturstandort.
Ein Vermächtnis für die junge Generation
Eitelfriedrich Thom setzte sich nicht nur für die Musik selbst ein, sondern insbesondere auch für deren Vermittlung und für die Förderung junger Menschen.
Die von ihm initiierten Kurse und musikalischen Aktivitäten boten jungen Musikerinnen und Musikern die Möglichkeit, Erfahrungen zu sammeln, gemeinsam zu musizieren und sich musikalisch weiterzuentwickeln.
Der Eitelfriedrich-Thom-Preis führt diesen Gedanken weiter.
Er soll besondere musikalische Leistungen würdigen und zugleich junge Menschen dazu ermutigen, ihren eigenen musikalischen Weg weiterzugehen.
Erinnerung, die weiterwirkt
Mit dem Eitelfriedrich-Thom-Preis verbindet der Förderverein die Erinnerung an eine Persönlichkeit, die die musikalische Entwicklung Blankenburgs und Michaelsteins nachhaltig geprägt hat, mit der Förderung der nächsten Generation.
Vergangenheit bewahren. Gegenwart gestalten. Zukunft fördern.
Das ist der Gedanke, der den Namen Eitelfriedrich Thom mit Michaelstein bis heute verbindet.
Eitelfriedrich Thom in Bildern
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